Auf ein Glas mit Wolfgang Abel

Sommelier im rincóns wine & dine in Bayenthal

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Weinfreunde,

weil sich jetzt der Herbst in großen Schritten nähert, ist mir nach einem wirklich leckeren Rotwein zumute. Die Tage werden schon langsam kürzer, am Morgen bedeckt feiner Nebel die Straßen und die Bäume verlieren ihre bunte Pracht. Die Luft ist kalt und frisch und lädt zu langen Spaziergängen ein. Gönnen Sie sich eine kleine Auszeit und genießen Sie die von mir für den Herbst ausgesuchten Rotweine – alleine oder mit Ihren Freunden.

Grundehrlich ist meine erste Empfehlung: der Wein von Yves Gras und seiner Domaine Santa Duc aus dem südfranzösischen Gigondas. Diese Domaine ist das Synonym für einen modernen wie auch ambitionierten Gigondas. Yves Gras könnte man auch getrost als den dortigen „Grenache-Meister“ bezeichnen. Die Weine, die er aus dieser Rebsorte keltert, sind absolut wegweisend. Seinen 2006er Côtes du Rhône kennzeichnet er mit dem Zusatz „Quatre Terres“ für die vier verschiedenen Lagen, aus denen die Trauben stammen: Vacqueyras, Roaix, Seguret und Rasteau. Das Cuvée aus 70 Prozent Grenache, 25 Prozent Syrah, 5 Prozent Carignan und Cinsault kann in der Nase wie am Gaumen überzeugen. Satt und sehr ansprechend im Glas, dunkle Früchte, Schwarzkirsche. Hat Schmelz und schmeichelt. Trotz seiner 14,5 Prozent kein überschwänglicher, aufdringlicher Wein.

Côtes du Rhône Quatre Terres – Domaine Santa Duc 2006, 0,75 l für 7,95 €*

In der jüngsten Ausgabe des „Wein Gourmet“ hat die Redaktion die neue Generation Prioratweine verkostet und ich freue mich, Ihnen den Sieger vorstellen zu dürfen: Mas Perinet heißt das Weingut, dessen Wurzeln auf französische Einwanderer aus dem 18. Jahrhundert zurückgehen. Die Neuzeit beginnt 1998, als Joan Manuel Serrat (katalanischer Sänger und Poet) zusammen mit dem Winzer Josep Serra das Weingut samt Ländereien (269 Hektar) übernimmt. Heute sind ca. 33 Hektar bestockt, die sich auf die DOs Priorat und Montsant verteilen. Dank einer sehr hohen Pflanzdichte zwischen 6.500 und 8.000 Rebstöcken pro Hektar sind die Reben gezwungen, besonders tief zu wurzeln. Neben zirka sieben Jahre alten Neupflanzungen verfügt Mas Perinet aber auch über bis zu 80 Jahre alte Rebstöcke.

Nicht weniger als 15 Prozent Alkohol verkündet das Etikett dieser Fruchtbombe. Bereits in der Nase sehr überschwänglich, reichhaltig und trotzdem nuanciert. Das Cuvée (45 Prozent Carinena, 35 Prozent Grenache, 10 Prozent Cabernet Sauvignon, 7 Prozent Merlot und 3 Prozent Syrah) gibt sich am Gaumen sehr animierend, vielschichtig mit einer fordernden Fruchtsüße und einer sehr zugänglichen Art. Ein großartiger Wein!

Der „Wein Gourmet“ schreibt: „Feine Frucht-Aromen von dunklen Beeren, am Gaumen frisch und auf faszinierende Weise von der schönen Schiefermineralität gezeichnet. Saftig und animierend, dabei kraftvoll und konzentriert. Sanftes Tannin, vitale Säure. Subtiler als die meisten Siegerweine zum jetzigen Zeitpunkt. Genussfertig."

2004er Perinet – Mas Perinet 0,75 l für 19,95 €*

Kommen Sie gut durch den Herbst. Alles Gute wünscht Ihnen
Ihr Wolfgang Abel

* UVP des Wein-Fachhandels

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