Der Kurs stimmt!

Stimmungsbericht vom Immobilienmarkt Köln

Köln ist ein attraktiver Standort. Das belegen zahlreiche Neuansiedlungen wie Microsoft oder ADOBE, ebenso wie die Umsiedelungen von RTL, Electronic Arts oder der internationalen Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer, die in diesen Monaten in noch attraktivere Lagen am Rhein wechseln. Der Versicherungsstandort Köln wird durch die positiven Entwicklungen bei AXA, AMB-Generali & Co. sowie durch die Neuordnung der Talanx-Gruppe in Deutz gestärkt.

Diese Entwicklung sorgt im Bereich der Wohnimmobilien für positive Akzente. Die Perspektiven sind durch ein knapper werdendes Flächenangebot deutlich begrenzt. Nach dem Motto „Kultur, Kneipe und Kindergarten vor der Tür“ zieht es die meisten Immobiliensuchenden (zurück) in die City. Das Haus im Grünen gilt schon seit einigen Jahren nicht mehr als das eigentliche Ziel. Die Gründe liegen auf der Hand: Weite Fahrten zum Arbeitsplatz bei teuren Spritpreisen, gute Infrastruktur für hohe berufliche Flexibilität – ICE, Flughafen, KVB und Tagesmutter um die Ecke – fordern einen zentralen Standort.

Bauvorhaben unter der Lupe
Bauherren und Investoren kommen dem Trend „Zurück in die Stadt“ verstärkt entgegen. Sie vereinen attraktives Wohnen und lebendiges Stadtleben in neuen Wohnprojekten. Im Kölner Westen ist in diesem Zusammenhang das Projekt „Prima Colonia“ und im Kölner Norden das neue Quartier „Am Butzweilerhof“ zu nennen. Ein ganz besonderes Wohnquartier entsteht seit einigen Jahren im Rheinauhafen. Die „wohnwer[f]t 18.20“ ist bereits jetzt ein großer Erfolg, das Projekt „nördliches Kranhaus“ mit Luxuswohnungen zu bisher nicht gekannten Spitzenpreisen wird ebenfalls rege nachgefragt. Der Trend im linksrheinischen Stadtteil Lindenthal ist seit Jahren ungebrochen. Dort werden höchste Kauf- und Mietpreise erzielt und die wenigen Neubauprojekte innerhalb kürzester Zeit verkauft. Bestes Beispiel dafür ist das Projekt „Am Clarenbach“ mit hochwertigen Eigentumswohnungen und Townhouses.

Kaufen in Köln
Für Neubauprojekte in guten Lagen mit gehobener Ausstattung sind teilweise Kaufpreise über 4.000 Euro für den Quadratmeter zu bezahlen. Im mittleren Neubaubereich liegen die Preise bei 2.300 bis 2.900 Euro. Der Durchschnittspreis für eine gebrauchte Eigentumswohnung/m2 liegt in Köln aktuell bei etwa 1.850 Euro. Je nach Stadtteil, Alter und Ausstattung schwanken die Kaufpreise und Mieten ganz erheblich. Viele Faktoren bestimmen den Wert einer Immobilie. Früher war von den drei wichtigsten Kriterien die Rede. Aber ist das heute noch zeitgemäß?

Lage, Lage, Lage war gestern
Heute und in Zukunft gilt: Wohnwert - Substanzwert - Energiewert. Insbesondere der Energiewert gewinnt in der Zukunft als Faktor für die Preisentwicklung der Immobilie an Bedeutung. Gerade im Hinblick auf die Mietpreise ist hier besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Liquidität vor Rentabilität – so lautet das Motto vieler Nachfrager auf dem Mietmarkt. Größere Wohnungen oder Häuser werden stärker nachgefragt als früher. Wert wird auf die Infrastruktur (Wohnwert), die Ausstattung (Substanzwert) und auf die Nebenkostenentwicklung (Energiewert) gelegt. Wohnungen mit Negativmerkmalen bleiben auch schon mal einige Zeit leer, da das Mietangebot (noch) als durchaus gut zu bezeichnen ist und die Ansprüche der Suchenden weiter steigen. In Bezug auf Wohn-, Substanz- und Energiewert bestehen bei allen Wohnimmobilien auf dem Kölner Immobilienmarkt große Unterschiede. Beim ersten Blick in die Tageszeitung oder beim ersten Klick im Internet sind sie nicht erkennbar. Sorgfältiges Recherchieren ist unbedingt erforderlich. Roland Kampmeyer

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