Große Nachfrage im Immobilienmarkt

Ausländische Unternehmen investieren in Deutschland

Hektik prägt das Immobiliengeschäft in Europa. Deutschland ist nach Großbritannien der attraktivste Markt. Vor allem
Unternehmen aus dem Ausland investieren in der Bundesrepublik.

Wenn die Prognosen stimmen, steuern die europäischen
Immobilienmärkte in diesem Jahr auf einen neuen
Rekord zu. Investoren treiben die Nachfrage allerorten in die Höhe. Die Preise dagegen bleiben insgesamt stabil. Der Markt für Büroimmobilien profitiert von einem günstigen Umfeld und wenig Leerständen. Das Transaktionsvolumen lag nach Informationen der Immobilienberatung Jones Lang LaSalle im ersten Halbjahr 2007 allein in Deutschland bei 27 Milliarden Euro – ein Zuwachs um 36 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs.
Seit kurzem schießen internationale Investoren relativ viel Geld in den deutschen Immobilienmarkt. Hintergrund ist ein weltweiter Boom für Gewerbeimmobilien, der sich nun auch in Deutschland bemerkbar macht. So kamen im ersten Halbjahr 2006 annähernd 80 % der Verkäufer aus Deutschland. Auf der Käuferseite dagegen lag der Anteil der Deutschen am Transaktionsvolumen bei unter 20 %. Mehr als vier Fünftel aller in Deutschland gekauften Gewerbeimmobilien gingen in der ersten Jahreshälfte 2006 in ausländisches Eigentum über. Neben Direktinvestitionen und dem Engagement in Immobilienfonds gibt es eine ganze Reihe weiterer Anlagemöglichkeiten wie Private Equity Fonds und REITs. Vor allem letztgenannte werden zu deutlich mehr Investitionen führen. Steigende Miet- und Immobilienpreise könnten ebenfalls dafür sorgen, dass dieses Jahr zum Jahr der Büromärkte wird. Allerdings gestaltet sich die Suche nach geeigneten Objekten mit attraktiver Rendite und stetigem Wertzuwachs schwierig.

Starke Immobiliennachfrage auch im Rheinland

Spezialobjekte im Trend
Die großen Märkte Deutschland, Großbritannien und Frankreich
dominieren, aber auch kleinere Märkte Westeuropas profitieren. Internationale Projektentwickler bieten für den westeuropäischen Heimatmarkt und die neuen osteuropäischen Märkte verstärkt Spezialprodukte: Neben Standardobjekten wie Bürogebäuden planen sie branchenspezifische Immobilien für Einzelhandel, Logistik oder Freizeiteinrichtungen. Auch der Wohnungsbau bleibt ein Schwerpunkt. Die Wirtschaft Skandinaviens etwa wächst überdurchschnittlich, was sich auch auf den Immobilienmarkt auswirkt: Passende Gewerbeobjekte werden knapp. Dies treibt die Preise in die Höhe – ein Phänomen, das man auch in den Ländern Osteuropas beobachten kann. Schwer zu beurteilen ist, wie sich die USImmobilienkrise
im Markt auswirkt. Eine amerikanische Hypothekenbank und riskante Fonds sind ins Trudeln geraten – im Gefolge auch das deutsche Kreditinstitut IKB. Regierungen und Bankenverbände versuchen, die Märkte zu beruhigen, und sprechen von Einzelfällen.

Köln und Düsseldorf sind begehrt

Und wie entwickelt sich der Markt im Rheinland? Da Bevölkerung
und die Zahl der Haushalte anhaltend zunehmen, bleiben
Wohnimmobilien in Köln begehrt. Dies wird auch dadurch belegt, dass Vergleichsmieten im aktuellen Mietspiegel vor allem für ältere Immobilien deutlich angehoben wurden. Hochwertige Immobilien wie die Premium-Wohnungen im Rheinauhafen werden stark nachgefragt und erzielen entsprechend hohe Preise.
Experten bescheinigen auch Düsseldorf, ein idealer Investitionsstandort zu sein. Gewerbeimmobilien rücken in Düsseldorf und Köln zunehmend in den Fokus von internationalen
Anlegern.

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