Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz

Energieversorgung der Zukunft (Teil 2)

Biogas gilt als sichere und umweltfreundliche Alternative zu den konventionellen Energieträgern. Das „grüne“ Gas ist längst aus dem Schattendasein hervorgetreten und stark auf dem Vormarsch. In Deutschland sind bereits 3.500 Biogasanlagen installiert, die 2006 insgesamt mehr als fünf Milliarden Kilowattstunden Strom aus Biogas erzeugten. Mehr als 1,5 Mio. Vier-Personen-Haushalte können damit mit grüner Energie versorgt werden.

Anlagen, die Biomasse in Biogas umwandeln, erzeugen meist hauptsächlich Strom. Dies hat den Nachteil, dass die dabei entstehende Wärme nicht sinnvoll genutzt werden kann. Die effiziente Alternative zur reinen Verstromung ist die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität. Dank des technologischen Fortschritts ist es möglich, Biogas in großen Mengen auf Erdgasqualität zu veredeln und in das Gasnetz einzuspeisen. Ins Netz gespeist kann Biogas praktisch an jedem Ort zu Biowärme, Biostrom oder zu Biokraftstoff umgewandelt werden.

Die Verwertung von Biogas in einer Kraft-Wärme-Kopplung zur dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme ist mittlerweile eine anerkannte Technik. Strom verfügt wie kein anderer Energieträger über ein sehr gut ausgebautes Transportnetz und ermöglicht so unterschiedlichste Anwendungen. Bei der Verstromung von Biogas beträgt der Gesamtwirkungsgrad zwischen 40 % ohne Wärmenutzung und 90 % mit hundertprozentiger Wärmenutzung. Somit ist Verwertbarkeit der Wärme am Anlagenstandort der entscheidende Faktor für die Wirtschaftlichkeit. Die Einspeisung von veredeltem Biogas in das Erdgasnetz ermöglicht den Zugang zu einem ebenfalls weit ausgebauten Transportnetz und zu einer wesentlich flexibleren energetischen Nutzung.
Eine jetzt vom Bundesrat verabschiedete
Gasnetzzugangsverordnung unterstützt das Geschäftsfeld der EnD-I Loick Bioenergy GmbH.

Der geschlossene Kreislauf – Energieversorgung aus nachwachsenden Rohstoffen

Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen erreicht jetzt Wohngebiete und Erdgastankstellen durch bestehende Gasnetze
Durch die Einspeisung von Biogas in ein bestehendes Erdgasnetz wird gegenüber der herkömmlichen Verstromung ein höherer Wirkungsgrad erzielt. Der Eigenstrombedarf einer Biogasanlage einschließlich Anlagenheizung beträgt rund 10 %. Es verbleiben aber netto beachtliche 90 % Wirkungsgrad (Erfahrungswerte). Diese Energie kann entlang des Erdgasnetzes in Heizanlagen, Blockheizkraftwerken etc. genutzt werden. Veredeltes Biogas kann aber auch unabhängig vom Standort der Produktion als Treibstoff für Fahrzeuge oder in Kraft-Wärme-Kopplungen (wie z. B. stationäre Brennstoffzellen) verwendet werden.

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