Spanische Weine jenseits von Rioja und Ribera del Duero

Mit spanischen Weinen assoziiert man meist Weine aus dem Rioja oder dem Ribera del Duero. Vollkommen zu Recht haben diese Weine sehr viel zur Bekanntheit des spanischen Weins im Allgemeinen beigetragen. Allerdings hat sich in den letzten Jahren in Spanien ein landesweiter Trend zu absoluten Spitzenweinen etabliert. Wir laden Sie ein, mit uns auf Entdeckungsreise zu gehen und eine der vielen neuen Regionen und Herkünfte genauer kennenzulernen.

Die Region Yecla gilt als El Dorado für Weine mit sehr fairen Preisen und Top- Qualitäten. Das nutzten lange Zeit auch die Winzer aus anderen Regionen Spaniens: Sie „motzten“ ihre eigenen Weine mit dem Most aus Yecla auf, um mehr Farbe und Alkohol in die Flaschen zu bekommen.

In der Nähe von Alicante gelegen, gehört diese Region im Südosten von Spanien zu einer eher kargen Provinz. Der Tourismus an der Küste ist zu weit entfernt, sodass die Menschen hier meist gezwungen sind, von der Landwirtschaft zu leben. Das kontinental geprägte Klima eignet sich ideal für den Weinbau und für den Anbau von Obstund Gemüse. Neben heißen Sommern mit Temperaturen über 40° Celsius kann es im Winter auch deutliche Minustemperaturen geben.

Parker-prämierte Winzer
Die Böden im Yecla sind sehr kalkhaltig, was die Wasserspeicherung begünstigt und somit in heißen Sommern eine sehr gute Voraussetzung für das gesunde Wachstum der Reben bietet. Ein typisches Beispiel für einen kleinen und feinen Vertreter der Weine aus der Region Yecla ist der Altos del Cuco. Der Wein stammt aus den selben begnadeten Händen, die mit dem 2005er Pico Madama bereits einen Wein abgefüllt haben, der vom renommierten Weinkritiker Robert Parker mit 95/100 Punkten ausgezeichnet wurde.

Niedrigste Erträge, komplexe Aromen
Die Bodega verfügt über eine stattliche Anzahl sehr alter Monastrellreben. Die kalkhaltigen Böden begünstigen die mineralische Ausprägung des Monastrell noch. Der Altos del Cuco wächst auf 600 Metern Höhe und kann von den relativ kühlen Nächten profitieren, sodass die Reben genug Zeit finden, um sich von den hohen Tagestemperaturen zu erholen. Trotzdem ist das Klima als sehr trocken und warm zu bezeichnen, und die Reben passen sich perfekt an das Klima an, indem sie sehr tief wurzeln, um die wasserführenden Bodenschichten zu erreichen. Das wiederum bedeutet niedrigste Erträge und sehr komplexe Aromen.

Das Cuvée des Altos del Cuco dominieren 40-jährige Monastrellreben mit einem Anteil von 40 Prozent. Syrah und Tempranillo stellen in gleichen Teilen den Rest des Cuvées. Der Ausbau der Weine erfolgt für einen Wein dieser Preisklasse überraschenderweise zum Teil im Barrique: Der Syrah reift drei Monate in französischer Eiche, um so das ganze Potenzial zu entfalten. Nach weiteren vier Monaten der Reifung wird der 2008er Altos del Cuco dann abgefüllt.

Assoziationen an Schwarzkirschen, mineralisch unterlegt
Satt funkelnd im Glas. In der Nase mineralische Töne (Graphit) mit dunklen Früchten unterlegt. Macht sofort Lust auf mehr! Am Gaumen dominiert erwartungsgemäß der Monastrell den Wein und verleiht ihm seinen prägenden Charakter. Weckt Assoziationen an Schwarzkirschen, erneut mit sehr deutlich mineralischen Tönen unterlegt. Vollreife Trauben und der niedrige Ertrag spiegeln sich voll wider! Äußerst kraftvoll bis natürlich intensiv, ohne zur plumpen Fruchtsüße zu tendieren. Stattdessen ganz leichte Anflüge von Vanille und Zimt. Der Wein hat Charakter und ist der ideale Begleiterfür viele Anlässe – ob als Solist oder zu Wild- und anderen Fleischgerichten.

Mit 5,50 Euro pro Flasche ist dieser Wein noch ein echter Geheimtipp! Erhältlich bei der Kölner C&D Weinhandelsgesellschaft mbH unter www.c-und-d.de/cuco.

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