Geschäftsmodell Fremdvergabe

Sparzwang bei der Wohnungsverwaltung

Durch die Finanzkrise wurde der Handel mit größeren Wohnungspaketen weitgehend zum Erliegen gebracht. Ganze neun Transaktionen mit mehr als 1.000 Wohnungseinheiten konnten im Jahr 2009 laut FAZNET getätigt werden. Andererseits blieb den Investoren in den letzten Jahre ein Ausstieg über die Börse verwehrt.

So wundert es nicht weiter, dass viele Unternehmen langfristiger planen und über ihr bisheriges Geschäftsmodell nachdenken müssen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Hausverwaltung und deren rationale Abläufe. Es geht um die Bewirtschaftung der eingekauften Bestände. Besonders heftig wird die Auslagerung von kostenintensiven alltäglichen Reparaturen diskutiert, da diese in der Summe einen beträchtlichen Aufwand darstellen. Eine generelle Fremdvergabe hat zwar, wie Beispiele in der Vergangenheit zeigen, zu Effizienzsteigerungen geführt, ist jedoch an der extrem notwendigen Standardisierung der Leistungs- und Abrechnungsmodelle gescheitert. Besser funktioniert hat die Freigabe kleinerer Reparaturen: Mieter können bei diesem Verfahren anhand einer vorgegebenen Liste von Handwerkern Reparaturaufträge bis zu einer definierten Größenordnung eigenständig vergeben. Die Rechnung schickt dann der Handwerker direkt an den Verwalter.

Aber auch hier scheitert das Verfahren oft an der mangelnden Standardisierung. Dies musste vor einigen Jahren die Versicherungswirtschaft nach einem breit angelegten Versuch erfahren.

Ein Patentrezept gibt es offensichtlich nicht. Von Ort zu Ort und zusätzlich abhängig von der Heterogenität des Bestandes, sind die Verhältnisse zu verschieden, um den Erfolg eines bestimmten Konzeptes gewährleisten zu können. Vieles spricht nach wie vor für ein zentralistisches System: Der Hausverwalter nutzt sein effizientes Netzwerk – und der Mieter profitiert mittels einer Re-paratur-Hotline von einer schnellen Schadenbehebung.

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