Immobilienmarkt Köln
Stabile Preise – nur Spitzenlagen teurer
Die Immobilienpreise blieben in den vergangenen zwölf Monaten im Durchschnitt stabil, so der Marktbericht der Kölner Immobilienbörse, einem Branchennetzwerk von regional tätigen Immobilienmaklern und Verwaltern.
Immobilie als Kapitalanlage
Nach Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008 war die Nachfrage nach Wohnungseigentum erwartungsgemäß deutlich gesunken. Viele Menschen fürchteten um ihren Arbeitsplatz und hielten folglich ihre Ersparnisse zurück. Ab Frühsommer 2009 erholte und normalisierte sich der Markt und verhielt sich seitdem weitgehend stabil. In der Folgezeit ließ die weiterhin desolate Lage auf den internationalen Finanzmärkten die Nachfrage teilweise um bis zu 20 Prozent steigen. Im Mittelpunkt standen vermietete Häuser mit vier bis acht Wohnungen sowie Eigentumswohnungen mit 80 bis 100 qm Wohnfläche. Als Begründung ist hier sicher die relativ inflationssichere Eigenschaft von Immobilien zu sehen. Dazu passt, dass die Zahl der verkauften Einund Zweifamilienhäuser gesunken ist.
Immobilienmarkt nach Regionen
Im Kölner Stadtgebiet hielten Preise und Mieten ihr Niveau. Dies gilt auch für das angrenzende Umland, wie etwa Bergisch Gladbach, Hürth oder Brühl. In der weiteren Umgebung, in Bergheim, Elsdorf oder Mechernich, sind sie – je nach Ort und Lage – um ein bis acht Prozent gesunken.
Gebrauchte, freistehende Einfamilienhäuser sind in guten Lagen Kölns wie Rath, Zündorf, Sürth oder Widdersdorf mit im Schnitt etwa 380.000 Euro am teuersten, gefolgt von Leverkusen (320.000), Hennef (325.000) und Mechernich (295.000).
Die Einstiegspreise für gebrauchte Eigentumswohnungen in sehr guter Lage in Köln stiegen an – im Agnesviertel, in Lindenthal oder in der Südstadt von 2.000 auf 2.200 Euro. Bei Erstbezug eines Neubaues ist in Marienburg und im Rheinauhafen in der Spitze sogar mit 3.500 bis zu 5.000 Euro zu rechnen. In guten und mittelguten Lagen blieben die Wohnungspreise stabil. Im Umland werden in Brühl und Leverkusen 1.500 Euro gezahlt. Das Schlusslicht bildet Mechernich mit 850 Euro.
Einen analogen Verlauf nahmen die Mieten: Es erfolgten Steigerungen auf bis zu 12,50 Euro pro Quadratmeter in Spitzenlagen, im Rheinauhafen sogar bis 14 Euro. Stabil blieben die Mieten in mittleren Lagen. Letzteres gilt auch für die Gemeinden im Umland.



Ausgabe 15 (3900kB)