Wer verwaltet den Rheinauhafen? Die RVG unter Beteiligung der IVV.
Als Beteiligte an der RVG Rheinauhafen-Verwaltungsgesellschaft mbH hält die IVV gemeinsam mit der Projektentwicklerin HGK Häfen und Güterverkehr Köln in dem neuen Viertel die Fäden in Händen: Sie stellt den Hochwasserschutz sicher, sorgt für Sicherheit, Sauberkeit und vieles mehr. Erfahren Sie weitere Details - auch über die Besonderheiten des Rheinauhafen-Entwicklungskonzepts - aus einem Interview mit Herbert Blatzheim und Franz-Xaver Corneth, den Geschäftsführern der RVG.
Herr Corneth, wenn Sie über den Rheinauhafen sprechen, betonen Sie, dass er auf einem einzigartigen Konzept basiere. Was ist das Besondere daran?
Franz-Xaver Corneth: Einzigartig ist sicherlich, dass die Eigentümerin Häfen und Güterverkehr Köln AG die Erschließung des rund 250.000 qm großen Geländes komplett vorfinanziert hat. Dazu gehören die Planung und Realisierung der Tiefgarage, des Hochwasserschutzes, der Beleuchtung, der Oberflächen- und Freiraumgestaltung, der Regen- und Abwasserkanäle, die Versorgung mit Fernwärme und manches mehr. Sie können sich vorstellen, dass die HGK damit den Investoren einigen Abstimmungsaufwand erspart hat. 2006 hat sie dann die RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft gegründet, die sich um die Verwaltung des Privatgeländes kümmert: Wir organisieren den Winterdienst im Hafen, sorgen für Sicherheit und Sauberkeit und legen die anfallenden Kosten anteilig auf die Eigentümer um. Wir managen also die Flächen eines ganzen Stadtviertels – das gibt es bisher kein zweites Mal.
Franz-X. Corneth, Herbert Blatzheim
Herbert Blatzheim: In der Praxis bedeutet dies, dass wir die Belange des Viertels gegenüber der Stadt vertreten und auf diese Weise sowohl den Eigentümern als auch der Stadtverwaltung bürokratischen Aufwand ersparen. Werden dadurch – oder durch die Nutzung von Einkaufsvorteilen – geringere Kosten fällig, geben wir diese an die Eigentümer weiter. Gleichzeitig haben die Menschen im Hafen in uns einen Ansprechpartner, der sich um alles kümmert und immer ein offenes Ohr für ihre Wünsche hat - nicht nur auf den regelmäßig stattfindenden Beiratssitzungen.
Franz-Xaver Corneth: Der Erfolg dieses Konzepts hat sich übrigens in der Branche herumgesprochen. Wir stehen sowohl mit den Entwicklern der Londoner Docklands in Kontakt als auch mit den Eigentümern einer riesigen Industriebrache im US-Bundesstaat Michigan. Beides Projekte, in die das Know-how und die Erfahrungen aus dem Rheinauhafen einfließen werden.
Der Rheinauhafen befindet sich auf Überschwemmungsgebiet. Wie haben Sie diesem Umstand bei der Erschließung Rechnung getragen
Franz-Xaver Corneth:Indem wir zum Beispiel auf Öl und Gas zur Wärmegewinnung verzichtet haben und Fernwärme nutzen. Übrigens die energiesparendste Wärmeversorgung, die es zurzeit gibt. Außerdem haben wir im Hafen ein Pumpwerk installiert, das alle anfallenden Schmutzwässer in den Hochsammler Annostraße befördert. So verhindern wir, dass Schmutzwässer in den Rhein gelangen – und zwar bis zur hundertjährigen Hochwassermarke von 11,30 m. Das ist auch die Marke, bei der die Tiefgarage geflutet wird, um den Hochwasserscheitel abzubremsen und die Altstadt zu schützen. Natürlich verfügt der Rheinauhafen im Süden auch über ein eigenes Rückhaltebecken.
Das vollständige Interview lesen Sie auf www.rheinauhafen-koeln.de.





